Schallschutz im Hochbau nach DIN 4109: Luft- und Trittschall verstehen und berechnen

Der Schallschutz zwischen Wohnungen wird nach DIN 4109 nachgewiesen: Luftschall über das Bau-Schalldämm-Maß R'w, Trittschall über den Norm-Trittschallpegel L'n,w. Entscheidend ist nicht nur die Trennwand, sondern jede anschließende Wand und Decke.

Dieser Leitfaden führt zum Handbuch mit dem vollständigen Rechenweg, zu neun unabhängig nachgerechneten Beispielen, zum Glossar und zum Werkzeug, das den Schallschutz eines ganzen Gebäudes aus dem CAD-Grundriss rechnet.

1. Handbuch

Grundlagen, Anforderungen, Rechenweg, Bedienung, Optimierung und Prüffähigkeit.

2. Rechenbeispiele

Neun Fälle von der Wohnungstrennwand bis zur Decke ohne Estrich.

3. Glossar

Alle Begriffe und Formelzeichen kurz erklärt.

4. Recht und Bescheinigung

Wann in NRW eine Bescheinigung über den Schall- und Wärmeschutz nötig ist.

Häufige Fragen

Reicht es, nur die Trennwand zu betrachten?

Nein. Über die flankierenden Wände und Decken läuft oft die Hälfte der Schallenergie oder mehr. Ein Nachweis nach DIN 4109-2 rechnet alle 13 Übertragungswege.

Welche Anforderung gilt für eine Wohnungstrennwand im Mehrfamilienhaus?

Nach DIN 4109-1:2018-01 Tabelle 2 ein bewertetes Bau-Schalldämm-Maß R'w von mindestens 53 dB; nachgewiesen wird R'w minus 2 dB Sicherheitsbeiwert.

Was bringt eine weichere Trittschalldämmung?

Halbiert sich die dynamische Steifigkeit s' (zum Beispiel von 20 auf 10 MN/m³), sinkt der Trittschallpegel rechnerisch um rund 4,3 dB.