Haus-Memory, Haus-Puzzle und Simulation: Ihr Haus Schritt für Schritt durchrechnen
📍 Brüggen, NRW
EndkundenSanierungSimulationWirtschaftlichkeitFörderungWärmepumpe

Haus-Memory, Haus-Puzzle und Simulation: Ihr Haus Schritt für Schritt durchrechnen

Drei neue Werkzeuge für Hausbesitzer: Themen im Memory entdecken, auf dem Handy puzzeln, in der Simulation rechnen – mit einem Beispiel vom Reihenhaus bis zum Stufenplan nach Budget.

Was bringt eine gedämmte Fassade? Lohnt sich die Wärmepumpe in meinem Haus? Und was davon kann ich mir jetzt leisten, was kommt später? Diese Fragen hören wir in fast jedem Erstgespräch. Damit Sie sie schon vorher für sich klären können, gibt es drei neue Werkzeuge: das Haus-Memory, das Haus-Puzzle und die Simulation. Alle drei laufen im Browser, ohne Anmeldung, und alles bleibt auf Ihrem Gerät.

In diesem Beitrag erklären wir, was die drei können, wie sie zusammenhängen und wie ein Durchlauf aussieht – an einem Beispiel vom Start bis zur wirtschaftlichen Auswertung.

Der Einstieg: auf der Seite für Hausbesitzer „Mein Haus energetisch optimieren“.
Der Einstieg: auf der Seite für Hausbesitzer „Mein Haus energetisch optimieren“.

Drei Werkzeuge, ein Weg

• Das Haus-Memory ist der Einstieg. Sie decken Karte für Karte die Themen auf, die Ihr Haus betreffen – Verbrauch, Fassade, Heizung, Photovoltaik, Förderung. Jede Karte hat einen kurzen Erklärfilm und auf der Rückseite eine Erklärung in drei Teilen: Was ist das? Was tut es? Warum macht es Sinn?

• Die Simulation ist das Ziel. Hier rechnen Sie Ihr Modellhaus selbst durch: Wand, Dach, Fenster, Kellerdecke und Heizung antippen, eine Variante wählen – das Haus rechnet sofort neu. Am Ende steht die wirtschaftliche Auswertung über zehn Jahre.

• Das Haus-Puzzle ist die Fassung fürs Handy. Jedes Thema ist ein Puzzleteil; Teil für Teil wird aus dem alten Haus Ihr Haus von morgen. Die Simulation heißt dort „Förder- und Kostenplan“.

Memory und Puzzle führen Sie immer in die Simulation. Von dort kommen Sie mit einem Klick an genau die Stelle zurück, an der Sie waren.

Welches Haus ähnelt Ihrem?

Zur Wahl stehen sieben Modellhäuser, jedes mit eigenen Bildern, Filmen und einem eigenen Rechenmodell:

• Bauernhof um 1900
• Reihenmittelhaus um 1970
• Einfamilienhaus – wahlweise Modern (Haus der 1920er-Moderne) oder Standard (freistehendes Klinkerhaus der 1960er/70er)
• Altbau: Stadtvilla um 1910, rund 240 m²
• Denkmal: Gutshaus um 1850, rund 600 m²
• Mehrfamilienhaus: Wohnblock von 1968 mit zehn Wohnungen, rund 850 m²

Wer neu baut, hat einen eigenen Einstieg „Oder neu bauen?“. Dort geht es nicht um Sanierung, sondern um die Frage, was ein Effizienzhaus 55 oder 40 kostet und spart.

Startbrett des Memorys: sieben Modellhäuser und der eigene Neubau-Einstieg.
Startbrett des Memorys: sieben Modellhäuser und der eigene Neubau-Einstieg.

Beispiel: ein Reihenhaus von 1970 – Schritt für Schritt

Für das Beispiel nehmen wir das Reihenmittelhaus. Alle Zahlen unten stammen aus der Simulation dieses Modellhauses. Sie sind Beispielwerte und keine Berechnung Ihres Hauses.

Schritt 1: Haus wählen

Ein Tipp auf das Reihenhaus öffnet das Hausblatt mit einer kurzen Vorstellung (Film mit Sprecher, Ton zuschaltbar) und dem Steckbrief: Bimsstein-Wand ungedämmt, wenig Dämmung auf der obersten Geschossdecke, Isolierglas, Gaskessel. Endenergie 182 kWh je m² und Jahr, das ist Effizienzklasse F; die Heizkosten liegen bei rund 3.600 € im Jahr.

Hausblatt: Vorstellungsfilm und Steckbrief des Modellhauses.
Hausblatt: Vorstellungsfilm und Steckbrief des Modellhauses.

Schritt 2: Themen aufdecken

Nach „Mit diesem Haus starten“ legt das Memory die ersten Karten aus – passend zum Haus. Die grün umrandete Karte ist die Empfehlung. Jede aufgedeckte Karte spielt ihren Erklärfilm und bietet die nächsten Themen an. Aus Ihren Klicks lernt das Memory, ob Sie eher die Heizung oder eher den Sommer interessiert, und sortiert die nächsten Karten danach.

Die erste Karte: Film, Kundenfrage, kurze Antwort – drumherum die nächsten Themen.
Die erste Karte: Film, Kundenfrage, kurze Antwort – drumherum die nächsten Themen.

Im Beispiel decken wir „Verbrauch & Kosten“ und dann „Fassade“ auf. Auf der Rückseite (Knopf „Details“) steht, was eine Außendämmung ist, was sie tut und warum sie Sinn macht – so ausführlich wie nötig, so kurz wie möglich. Darüber zeigt eine Leiste, welche Verbesserung Sie schon erreicht haben, und darunter, was als Nächstes die Werte verbessert.

Karte „Fassade“: Knopf „In der Simulation ansehen“ springt direkt zur Wand.
Karte „Fassade“: Knopf „In der Simulation ansehen“ springt direkt zur Wand.

Schritt 3: Verbindungen entdecken

Manche Themen gehören zusammen. Decken Sie zum Beispiel die Fassade und die Wärmepumpe auf, meldet das Memory „Verbindung entdeckt: Hülle ↔ Heizlast“ – bessere Dämmung senkt die Heizlast, die Wärmepumpe kann kleiner und günstiger werden. Acht solcher Verbindungen gibt es; jede hat einen eigenen kurzen Film.

Schritt 4: Wie viel möchten Sie investieren?

Auf den Geld-Karten (Wirtschaftlichkeit, Finanzierung, Förderung, Sanierungsreihenfolge) fragt das Memory freiwillig: „Haben Sie schon einen Rahmen im Kopf?“ Gemeint ist der Eigenanteil nach Förderung. Im Beispiel wählen wir „bis 20.000 €“. Die Leiste darunter zeigt, wohin die Reise gehen kann: von F bis A+ mit Hülle, Wärmepumpe und Photovoltaik.

Budgetfrage auf der Karte „Wirtschaftlichkeit“ und die erste entdeckte Verbindung.
Budgetfrage auf der Karte „Wirtschaftlichkeit“ und die erste entdeckte Verbindung.

Mit jeder Karte wächst Ihr Netz: Aufgedeckte Themen werden zu Knoten, Ihr Weg zu einem Faden. Spätestens nach zehn Schritten erscheint die goldene Karte „Ihr Haus in der Simulation“.

Ihr Netz nach fünf Themen – der Weg führt zur goldenen Karte.
Ihr Netz nach fünf Themen – der Weg führt zur goldenen Karte.

Schritt 5: In der Simulation rechnen

Die Simulation öffnet sich mit einer kurzen Einführung. Das Foto des Hauses ist das Menü: Die Punkte auf Wand, Dach, Fenster, Kellerdecke und Heizung öffnen jeweils die Varianten. Links steht immer der aktuelle Stand – Endenergie, Effizienzklasse, Heizkosten, CO₂.

Gerechnet wird mit demselben Rechenkern nach DIN V 18599, den wir auch für Energieausweise und Nachweise verwenden. Dazu kommen das Wärmebild (wo geht Wärme verloren?) und der Blick „Hinter die Kulissen“, der das Haus Schicht für Schicht auseinandernimmt.

Die Einführung beim ersten Besuch der Simulation.
Die Einführung beim ersten Besuch der Simulation.
Wand antippen: Dämmvarianten mit U-Wert, Kosten, Förderung und Wirkung auf die Bilanz.
Wand antippen: Dämmvarianten mit U-Wert, Kosten, Förderung und Wirkung auf die Bilanz.

Wo die Simulation an Grenzen kommt, öffnet sie unsere ausführlichen Rechner in einem eigenen Fenster: Wärmepumpe, Kleinwindanlage, Energiemanagement (HEMS), Blockheizkraftwerk und Pelletkessel. Sie bleiben dabei in Ihrer Simulation.

Schritt 6: Die wirtschaftliche Auswertung

Das Geld-Symbol „10 Jahre“ öffnet die Wirtschaftlichkeit. Die Simulation probiert alle sinnvollen Kombinationen aus Hülle, Heizung und Photovoltaik durch und rechnet für jede: Investition, Förderung, Eigenanteil, Ersparnis im ersten Jahr und die Jahre, bis sich das Paket bezahlt macht – mit steigenden Energiepreisen oder statisch, und mit Maßnahmen, die ohnehin anstehen (Kesseltausch, Fenstertausch, Putzsanierung).

Mit dem Rahmen von 20.000 € aus dem Memory entsteht ein Stufenplan:

• Schritt 1 – jetzt, im Budget: Außendämmung EPS 16 cm, Kellerdecke 10 cm, Photovoltaik 5,3 kWp. Kosten 21.400 €, Förderung 1.700 €, Eigenanteil 19.700 €. Ersparnis rund 2.200 € im Jahr, Klasse D, zurück in etwa 7 Jahren.

• Schritt 2 – später, mit noch einmal 16.300 €: dazu die Luft/Wasser-Wärmepumpe mit größeren Heizkörpern. Zusammen 36.000 € Eigenanteil, Ersparnis rund 3.200 € im Jahr, Klasse A+, zurück in etwa 7 Jahren.

• Schritt 3 – später, mit noch einmal 19.800 €: Dach von innen und ein Speicher zur Photovoltaik. Zusammen 55.800 € Eigenanteil, Ersparnis rund 3.900 € im Jahr, zurück in etwa 10 Jahren.

Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf; nichts wird doppelt bezahlt. „Aufs Haus legen“ übernimmt einen Schritt in die Simulation, dann sehen Sie Bild, Wärmebild und Bilanz des Hauses nach diesem Schritt.

Stufenplan nach Budget: Schritt 1 jetzt, die nächsten Schritte später – ohne doppelte Kosten.
Stufenplan nach Budget: Schritt 1 jetzt, die nächsten Schritte später – ohne doppelte Kosten.

Darunter stehen die Hinweise „Bevor Sie anfangen“, die aus der gewählten Kombination folgen – im Beispiel: den Förderantrag stellen, bevor Sie einen Auftrag unterschreiben, und den alten Kessel bis zur Wärmepumpe nicht durch einen neuen ersetzen, sonst zahlen Sie zweimal.

Wichtig: Zuschüsse werden meist erst nach Abschluss ausgezahlt. Vorstrecken müssen Sie die vollen Kosten.

Unterwegs: das Haus-Puzzle

Auf dem Handy ist das Puzzle der bequemere Weg. Sie wählen Ihr Haus, und jede Karte, die Sie sammeln, setzt ein Teil ins Bild: Dach, Fassade, Fenster, Sockel, Photovoltaik, Wärmepumpe, Speicher, Auto mit Wallbox. Oben zeigt eine Leiste, was Sie im Monat sparen würden und welche Klasse erreicht ist. Mit „‹ Häuser“ wechseln Sie das Haus, Ihr Stand bleibt erhalten.

Haus-Puzzle auf dem Handy: Haus wählen.
Haus-Puzzle auf dem Handy: Haus wählen.
Teile sammeln: Das Haus setzt sich zusammen, die Ersparnis wächst.
Teile sammeln: Das Haus setzt sich zusammen, die Ersparnis wächst.

Was die Werkzeuge nicht ersetzen

Memory, Puzzle und Simulation rechnen an Modellhäusern. Sie zeigen, welche Maßnahmen zusammenpassen, in welcher Reihenfolge und in welcher Größenordnung sich Kosten, Förderung und Ersparnis bewegen. Ihr eigenes Haus ist anders: andere Maße, andere Bauteile, andere Nutzung. Und Förderanträge brauchen in der Regel einen Energieeffizienz-Experten.

Wenn Sie nach dem Durchspielen wissen wollen, was davon für Ihr Haus gilt, legen Sie am Ende der Simulation Ihr eigenes Haus an oder melden Sie sich direkt bei uns. Dann rechnen wir mit Ihren Daten – mit demselben Rechenkern, den Sie schon kennen.