Rechenwege im Wärmeschutznachweis nach DIN V 18599

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DIN-18599-Bibliothek v7.36.1
v20260819a

Rechenwege im Wärmeschutznachweis — DIN V 18599

Bibliothek der Berechnungen, Normstellen und Nachweise · Stand 2026-08-19
51Berechnungen
8Kapitel
34geprüfte Fälle
998geprüfte Größen
0außerhalb 1 %
Diese Bibliothek benennt für jede Berechnung, ob sie nach Norm gerechnet und am Vergleichsdokument nachgewiesen ist, ob sie vereinfacht rechnet (mit beziffertem Fehler) oder ob eine Größe als Eingang geführt wird. Sie behauptet keine Normkonformität, die nicht belegt ist.
nach Norm gerechnet und nachgewiesenvereinfacht — Fehler beziffertEingangsgrößenicht rechenbar — Grundlage fehlt

1 Grundlagen, Normstand und Rechtsstand

Welche Ausgabe der Normenreihe gilt, welche Fassung wir rechnen und wie im Werkzeug zwischen den Ständen umgeschaltet wird. Ein Nachweis ist nur belastbar, wenn Ausgabe und Rechtsstand eindeutig benannt sind — Misch-Normstände sind ausgeschlossen.

Maßgebliche Ausgabe der DIN V 18599DIN V 18599:2018-09

Das Gebäudeenergiegesetz nimmt die Ausgabe 2018-09 in Bezug; sie ist damit die verbindliche Rechengrundlage für den Nachweis. Die Nachfolgereihe DIN TS 18599:2025-10 ist angekündigt, aber noch nicht in Bezug genommen. Das Werkzeug rechnet 2018-09 und bietet 2025-10 als Vergleichsrechnung an.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Umschalter im Wärmeschutznachweis; Registry public/js/din18599-normstand.js
Ausgabe 2025-10DIN TS 18599:2025-10 ist als eigener Normstand hinterlegt und über einen Schalter wählbar. Er gilt erst als rechenbar, wenn ALLE sechs Pflichtmodule (Profile, TWW-Bedarf, Rohtabellen, Klima, Anlagentechnik, Bedarfskonstanten) einen 2025-Satz gemeldet haben — sonst Fallback auf 2018-09. Damit ist ein Misch-Normstand technisch ausgeschlossen.
Verbot des Misch-NormstandsGrundsatz der Nachweisführung

Ein Nachweis darf nicht Tabellenwerte zweier Ausgaben mischen. Die Registry prüft vor jeder Rechnung, ob der gewünschte Stand vollständig hinterlegt ist, und fällt sonst geschlossen auf 2018-09 zurück. Der tatsächlich gerechnete Stand wird im Ausdruck ausgewiesen.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Funktions-Wächter: „Normstand-Umschaltung 2018⇄2025 (Banner, q_h-Effekt, Rückschalt-Regression)"
Rechtsstand 2026 ⇄ 2027GModG; § 86, Anlagen 1/2/4/9/10a

Getrennt vom Normstand: Der Rechtsstand steuert die ordnungsrechtlichen Größen — Primärenergiefaktoren, CO₂-Faktoren, Referenzgebäude und Effizienzklassen. Beim Umschalten auf 2027 ändern sich die Faktoren; das Rückschalten stellt den Ausgangswert bitgenau wieder her, damit ein bereits ausgestellter Nachweis reproduzierbar bleibt.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Funktions-Wächter: „Rechtsstand-Umschaltung 2026⇄2027 (Banner, Faktor-Effekt, Rückschaltung)"

2 Teil 2 — Nutzenergiebedarf für Heizen

Der Kern jedes Nachweises: aus Hülle, Lüftung, Klima und Nutzung entsteht der Heizwärmebedarf. Dieser Teil ist vollständig nach Norm gerechnet und an allen 34 Vergleichsfällen der 18599 Gütegemeinschaft nachgewiesen.

Wärmetransferkoeffizient TransmissionDIN V 18599-2:2018-09, 6.2.1–6.2.4 · Gl. (45)/(48)/(50)/(51)
H_T = Σ (A · U · F_x) + ΔU_WB · A_Hülle

Getrennt nach außen (H_T,D), zu unbeheizten Bereichen (H_T,iu) und über das Erdreich (H_T,s). Jeder Bauteilfläche ist ein Temperatur-Korrekturfaktor F_x zugeordnet.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Alle 34 Fälle, Abweichung 0,00 %
Ausgabe 2025-10Faktoren F_x unverändert; neu ist der Temperaturfaktor 0,35 für niedrig beheizte Räume (12–19 °C, z. B. Treppenhaus) in Tabelle 5.
Wärmebrücken — zwei KonventionenDIN V 18599-2, 6.2.5 · DIN V 4108-6
ΔU_WB · A

ACHTUNG, häufige Fehlerquelle: H'T nach DIN V 4108-6 (der GEG-Weg) rechnet den Zuschlag OHNE F_x auf die gesamte Hüllfläche; H_T,eff nach 18599-2 (für Wärmesenken und Zeitkonstante) rechnet ihn MIT F_x. Am selben Gebäude ergibt das zwei verschiedene, jeweils richtige Werte — am Prüfgebäude 0,372 gegen 0,365 W/(m²K).

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fall 3.2.1 ff., H'T auf 0,00 %
Ausgabe 2025-10Neue Pauschale ΔU_WB = 0,03 W/(m²K), wenn alle Anschlüsse Kategorie B nach DIN 4108 Beiblatt 2 erfüllen. Bisher: 0,15 (Innendämmung) / 0,10 (ohne Nachweis) / 0,05 (Gleichwertigkeitsnachweis). Das GModG-Referenzgebäude rechnet unverändert mit 0,10.
InfiltrationDIN V 18599-2, 6.3.1.2 · Gl. (64)–(67), (69)/(70)
n_inf = n50 · e · f_ATD · f_e

Der unvermeidbare Luftwechsel durch Undichtheiten. n50 kommt aus Tabelle 7 (Kategorie I a: 2,0 ohne raumlufttechnische Anlage, I b: 1,0 mit Anlage), e ist der Windschutzkoeffizient (Standardwert 0,07). Bei Außenluftdurchlässen kommt f_ATD nach Gl. (67) hinzu.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Alle Fälle, 0,00 %
Ausgabe 2025-10unverändert
FensterlüftungDIN V 18599-2, 6.3.2 · Gl. (73)–(88)
Δn_win = max[0; n_nutz − ((n_nutz−0,2)/h⁻¹)·n_inf − 0,1 h⁻¹]

Der nutzungsbedingte Luftwechsel über die Fenster, abzüglich dessen, was die Infiltration schon liefert. Bei mechanischer Lüftung tritt Δn_win,mech nach Gl. (83)/(84) an die Stelle.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Alle Fälle, monatlich auf 0,00 %
Ausgabe 2025-10NEU: saisonale Fensterlüftung nach Gl. (76)–(78). Der Fensterluftwechsel wird mit f_win,seasonal = 0,04·θ_e + 0,8 monatlich abgemindert — im Winter wird weniger gelüftet als im Sommer. Wirkt NUR auf Lüftungswärmesenken und -quellen, NICHT auf die Zeitkonstante (dort bleibt f_win,seasonal = 1, Abschnitt 6.7.2). Effekt am Prüfgebäude: q_h sinkt um wenige Prozent.
WärmerückgewinnungDIN V 18599-2, 6.3.3.5 · DIN V 18599-6, 5.2.2.2
θ_V,mech = θ_e + η_t · (θ_ex − θ_e)

HÄUFIGES MISSVERSTÄNDNIS: Die Wärmerückgewinnung steckt NICHT im Lüftungskoeffizienten. H_V,mech = 0,34·V·n_mech wird OHNE (1−η) gebildet; der Temperaturänderungsgrad wirkt über die Zulufttemperatur, und die Wärmesenke rechnet mit (θ_i − θ_V,mech). θ_V,mech wird auf 0,1 K gerundet — Teil 6 druckt die Monatsreihe so ab.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.4 / 3.2.10 / 3.4.4 / 3.4.10
Ausgabe 2025-10unverändert
Temperaturänderungsgrad der WRGDIN V 18599-6:2018-09, 5.2.2.2 · Gl. (16)
η_t,unit = η'_t,unit · (1 − f_frost − f_loss − f_tight)

Ein gerechneter Wert, kein Tabellenwert. Die Standardwerte gehen exakt auf: 0,66·(1−0,06−0,02−0,01) = 0,60 und 0,88·0,91 = 0,80. Auf zwei Nachkommastellen runden, sonst liegt ein Monat der Zuluftreihe 0,1 K daneben. Sitzt das Gerät im beheizten Bereich und läuft der Frostschutz über ein Heizregister, sind alle drei Korrekturen null.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fall 3.2.4, Zuluftreihe auf 0,1 K
Ausgabe 2025-10unverändert
Wärmesenken und -quellenDIN V 18599-2, 5.3 i. V. m. 6.2/6.3 · Gl. (71)/(72)
Q_sink = H · (θ_i − θ_e) · t / 1000

Transmission und Lüftung werden je Weg getrennt in Senke und Quelle zerlegt. Im Sommer ist die vorgewärmte Zuluft eine Quelle, während Infiltration und Fensterlüftung noch Senke sind — deshalb reicht eine Vorzeichenbetrachtung über die Summe nicht.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Alle Fälle
Ausgabe 2025-10unverändert
Ausnutzungsgrad der WärmequellenDIN V 18599-2, 5.5.3 · Gl. (24)/(25)
η = (1 − γ^a) / (1 − γ^(a+1)) · a = 1 + τ/16

Der Ausnutzungsgrad hängt vom Verhältnis γ = Quellen/Senken und der Zeitkonstante ab. Im Ausnutzungsgrad ist eine Temperaturerhöhung von 2 K über den Sollwert berücksichtigt.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Alle Fälle
Ausgabe 2025-10NEU: Klammer-Begrenzung nach 6.7.4 — ist (1 − η·γ) < 0,01, wird η = 1/γ gesetzt und der Monatsbedarf damit zu null. Verhindert numerisch instabile Restbeträge in den Übergangsmonaten.
Zeitkonstante der GebäudezoneDIN V 18599-2, 5.5.2 i. V. m. 6.7 · Gl. (22)/(23)
τ = C_wirk / H

C_wirk ist auf die NETTOGRUNDFLÄCHE zu beziehen (nicht auf A_N), H ist der Gesamtkoeffizient aus H_T,eff (F_x-gewichtet, einschließlich Wärmebrücken) und der Lüftung. Diese beiden Festlegungen sind nicht aus einem Einzelfall ableitbar — erst die Reihe dreier Fälle mit gleichem Gebäude und drei verschiedenen H_V trennt sie eindeutig.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.1/3.2.2/3.2.3, τ auf 0,00 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Bilanz-InnentemperaturDIN V 18599-2, 6.1.2 · Gl. (28)–(30), (34)/(35)/(38)
θ_i,h = θ_i,h,soll − Δθ_NA · f_NA − Δθ_tb

Reduzierter Heizbetrieb (Nachtabsenkung oder -abschaltung) und räumlich eingeschränkte Beheizung senken die Bilanztemperatur. Nachtabschaltung rechnet mit k_NA = 0,26 (Gl. 30), Nachtabsenkung mit 0,13 (Gl. 29) — beim Einfamilienhaus gilt Abschaltung, beim Mehrfamilienhaus Absenkung.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Alle Fälle, monatlich auf 0,00 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Monatliche Heizzeit und BetriebstageDIN V 18599-2, Anhang D.2 · Gl. (D.2)/(D.3)
β_h = Q_h,b / (Φ_h,max · t_mth) · t_h = t_mth für β > 0,05, sonst t_mth · β/0,05

Die Brücke zwischen Teil 2 und den Anlagenteilen: erst die Heizzeit macht aus dem Monatsbedarf eine Betriebsdauer, aus der die Teile 5 bis 7 die Auslastung der Anlagenkomponenten bilden. ANMERKUNG ZUR HERLEITUNG: Gl. (D.2) liegt im verfügbaren Auszug nur als Grafik vor; im Text stehen allein die beiden Fallunterscheidungen. Die hier verwendete Form ist rekonstruiert und an 327 von 327 Monatswerten belegt.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: 327/327 Monatswerte, größte Abweichung 0,004 %; Betriebstage d_h,rB = t_h/24 auf 0,04 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Maximale HeizlastDIN V 18599-2, Anhang B.2
Φ_h,max = Σ H_T,j·F_x·(θ_i,min − θ_j,min) + Σ H_V,k·(θ_i,min − θ_k,min)

Wird für die Auslastung der Anlagenkomponenten gebraucht. EINSCHRÄNKUNG: Die Gleichungen (B.1)–(B.3) liegen im verfügbaren Auszug nur als Grafik vor. Die verwendete Näherung (H_T + H_V)·(θ_i,min − θ_e,min) liegt an den Referenzfällen 7,6 % (MFH) bis 9,6 % (EFH) zu hoch; das wirkt sich im Primärenergiebedarf mit rund 1 % aus. Acht weitere geprüfte Lesarten streuen über alle Fälle um mindestens 8 % und treffen nicht besser.

Status: vereinfacht — Fehler beziffertNachweis: Näherung, Fehler beziffert; Φ aus einer Heizlastberechnung kann übergeben werden
Ausgabe 2025-10unverändert

3 Teil 5 — Heizsysteme

Von der Nutzwärme zur Endenergie: Übergabe, Verteilung, Speicherung und Erzeugung. Die Kette ist vollständig gebaut und an den Fällen 3.2.5 ff. nachgewiesen. Sie läuft derzeit im Prüfstand, im Nachweiswerkzeug ist sie noch nicht scharf geschaltet.

WärmeübergabeDIN V 18599-5:2018-09, 6.2 · Gl. (34)/(35)/(42)
Q_h,ce = Q_h,b · Δθ_ce / Δθ_Bezug

Die Verluste der Wärmeübergabe im Raum, gebildet aus vier Temperaturschwankungen: Raumregelung (Δθ_ctr, Tabelle 10), Strahlungsverluste hinter Heizflächen (Δθ_str), Einbaulage (Δθ_emb) und hydraulischer Abgleich (Δθ_hydr, Tabelle 11).

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.5 ff., Δθ-Anteile exakt
Ausgabe 2025-10unverändert
Netztyp des HeizungsnetzesDIN V 18599-5, Tabelle 26

WICHTIG: Der Netztyp ist eine Eigenschaft der INSTALLATION, keine Konstante der Vorschrift. Tabelle 26 kennt Typ I (Etagenringtyp), IIa/IIb (Etagenverteilertyp) und III (Steigestrangtyp). Die Vergleichsfälle setzen beim Einfamilienhaus Typ I, beim Mehrfamilienhaus Typ III. Wer den Typ aus einem EFH-Fall abschreibt und aufs MFH anwendet, bekommt plausible, aber falsche Längen.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.5 und 3.4.5, alle Längen auf 0,00 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Verteilung — Leitungslängen und RohrverlusteDIN V 18599-5, 6.3.1 · Gl. (52)–(54)
L_V = c₂ · (A_NGF / n_G)^c₃ · Q_h,d = Σ U_i · L_i · (θ_HK,av − θ_I) · t / 1000

Die Standardlängen folgen Tabelle 26, die Rohr-U-Werte Tabelle 27. ACHTUNG: Der Divisor in der Längenformel ist die GESCHOSSZAHL, nicht die Zahl der Wohneinheiten — mit den Wohneinheiten kommt bei einem 1750-m²-Mehrfamilienhaus 40 m statt 208 m heraus. Einzelne Rohrabschnitte können unterschiedlich liegen: bei Netztyp I und III darf die horizontale Verteilebene im Unbeheizten liegen, während Stränge und Anbindungen in der Zone bleiben.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.5 ff., Längen und Monatsverluste exakt
Ausgabe 2025-10unverändert
Hilfsenergie der HeizungspumpeDIN V 18599-5, 6.3.2 · Gl. (55)–(66)
W_h,d = W_h,d,hydr · e_h,d,aux

Der hydraulische Bedarf mal einer Aufwandszahl, die den Pumpenbetrieb beschreibt. AUSGABENUNTERSCHIED: Die Aufwandszahl ist zwischen 2011-12 und 2018-09 neu gefasst — die Sollreihen der Vergleichsfälle verlangen ein Verhältnis C_p2/C_p1 ≈ 1,96, Tabelle 28 der Ausgabe 2018 kennt nur 3,0 / 0,333 / 0,111. Das ist kein Rechenfehler, sondern ein Ausgabenunterschied.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Rechenweg belegt; Zahlenwert ausgabenabhängig
Ausgabe 2025-10unverändert (2018→2025)
Pufferspeicher im HeizkreisDIN V 18599-5, 6.4 · Gl. (68)/(70)/(71)/(72)
V_s = 50 · P_n (Biomasse) · θ_h,s = 85 °C

Bei Biomasse kein Nebenposten: Beim Pelletkessel des Prüfgebäudes ergeben sich 683 Liter und 2.600 kWh/a Speicherverlust auf 10.900 kWh/a Nutzwärme. Bei Standardkesseln mit Rücklaufanhebung gilt nach 5.3.1 im gesamten Lastbereich θ = 70 °C, nicht die lastabhängige Heizkreistemperatur.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fall 3.2.14: Q_h,s 202,244 gegen 202,247 · W_h,s 10,832 gegen 10,831
Ausgabe 2025-10unverändert
Wärmeerzeuger HeizkesselDIN V 18599-5, 6.5.4.3

Gas-, Öl- und Pelletkessel über das Verlustleistungsmodell der Ausgabe 2018 (Tabellen 38/39/49/50/51). PRÜFHINWEIS: Die Ausgabe 2011-12 bewertete den Kessel über Aufwandszahlen; ihre Reihe ist mit dem 2018er Modell nicht nachbildbar. Prüfgröße ist deshalb der Jahresnutzungsgrad — 97,2 % (H_i) nach 2018 gegen 102,5 % nach 2011, beide für einen Gas-Brennwertkessel bei 55/45 plausibel.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Nutzungsgrad im physikalischen Band; Einzelabweichungen auf Tabellenzahlen eingegrenzt
Ausgabe 2025-10unverändert
Fernwärme-HausstationDIN V 18599-5, 6.5.9 · Gl. (242)–(244)
Q_h,gen = H_DS · (θ_DS − θ_I) · d / 365

Der einzige Erzeuger ohne Ausgabenunterschied. Zwei Fallen: θ_sek,DS ist die LASTABHÄNGIGE Heizkreistemperatur θ_HK,av, nicht die Auslegungstemperatur — und in Monaten ohne Heizbetrieb fällt sie auf die Raum-Solltemperatur 20 °C. Alle Stationsverluste gehen laut Norm vereinfachend auf die Heizung. Zwei Hilfsenergie-Zweige: ohne Vorlauftemperaturregelung in der Station ist W_h,gen null, mit Regelung sind 10 kWh je Monat anzusetzen.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.15 / 3.4.15, auf 0,73 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Wärmepumpe — LeistungszahlDIN V 18599-5, 6.5.3.2 mit Anhang B
SPF_gen,t,a = Q_h,outg / (Q_h,f + W_h,gen)

NICHT GERECHNET. Das Verfahren der Ausgabe 2018 bildet die Leistungszahl über eine BIN-Häufigkeitsverteilung aus den 8.760 Stundenwerten des Testreferenzjahres. Der Wetterdatensatz ist DWD-Material und liegt nicht vor; zusätzlich stehen rund 20 der 51 Gleichungen des Anhangs B im verfügbaren Auszug nur als Grafik. Die monatliche Leistungszahl ist deshalb Eingangsgröße. WICHTIG für die Formel: Die Erzeuger-Hilfsenergie geht in die Arbeitszahl ein — bei Luft-Wasser ist W_h,gen null (der Ventilator steckt im COP), bei Sole- und Wasser-Wasser ist es die Quellenpumpe. Ohne sie käme für Fall 3.2.12 eine Arbeitszahl von 5,391 statt der ausgewiesenen 5,113 heraus — 5,4 % zu günstig.

Status: nicht rechenbar — Grundlage fehltNachweis: Innere Konsistenz belegt: rückgerechnete Jahresarbeitszahlen treffen die Fälle auf 0,00–0,02 % (3,602 Luft-Wasser · 5,113 Sole-Wasser · 6,064 Wasser-Wasser)
Ausgabe 2025-10unverändert

4 Teil 6 — Wohnungslüftung

Hilfsenergie der Lüftungsanlagen und die Zulufttemperatur bei Wärmerückgewinnung.

Ventilator-HilfsenergieDIN V 18599-6:2018-09, 9.3 · Gl. (59)/(60)
W_rv,fan = 0,001 · f · SPI · n_mech · V · t

Der Block hat DREI Posten, nicht zwei: Ventilatoren (Gl. 60), Regelung (Gl. 63) und bei WRG-Anlagen die elektrische Luftvorwärmung im Frostschutzbetrieb (Gl. 64 mit der Gradtagszahl aus Tabelle 17). Alle drei zählen als Strom in End- und Primärenergie. Die Leistungskennzahl SPI beträgt 0,10 W/(m³/h) für die reine Abluftanlage und 0,40 für Zu-/Abluft mit geregeltem DC-Ventilator.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.7 / 3.2.10 / 3.4.7 / 3.4.10 auf 0,000 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Betriebszeit im HeizperiodenbetriebDIN V 18599-6, 9.3

FALLE: „Heizperiodenbetrieb" heißt voller Monat, wenn der Monat Heizzeit hat, sonst null — NICHT anteilig. In Fall 3.4.8 ist auch der Juni heizzeitfrei, in 3.4.7 nicht. Wer die Monate fest verdrahtet, liegt im Jahreswert 0,2 % daneben.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: MFH 3.4.7/3.4.8
Ausgabe 2025-10unverändert
Regelungs-HilfsenergieDIN V 18599-6, 9.3 · Gl. (63)
W_rv,c = 0,001 · (P_el,c · t + P_el,c,P0 · (24·d − t))

Ist in den Vergleichsfällen durchgehend null — die Norm sagt ausdrücklich, dass P_el,c = 0 zu setzen ist, wenn die Regelungsleistung bereits im SPI-Prüfwert enthalten ist.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Alle Lüftungsfälle
Ausgabe 2025-10unverändert

5 Teil 8 — Trinkwarmwasser

Nutzenergie, Rohrnetz, Speicher, Solaranlage und Erzeugung für die Trinkwarmwasserbereitung. In Wohngebäuden oft der zweitgrößte Posten nach der Heizung.

Nutzenergiebedarf TrinkwarmwasserDIN V 18599-10 / GModG § 20

Hier stehen ZWEI Kennwerte nebeneinander, die rund 12 % auseinanderliegen: das Ordnungsrecht (GModG § 20) setzt 12,5 kWh/(m²·a) auf die Gebäudenutzfläche A_N, die Nutzungsrandbedingung der Vergleichsfälle rechnet 11,0 (EFH) bzw. 15,0 kWh/(m²·a) auf die Nettogrundfläche A_NGF. Am Prüfgebäude sind das 1.856 gegen 1.659 kWh/a. Beide Wege sind zulässig; das Werkzeug stellt sie zur Wahl und weist aus, welcher gerechnet wurde.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Beide Kennwerte reproduzieren die jeweiligen Fälle exakt
Ausgabe 2025-10unverändert
Netztyp des TrinkwarmwassernetzesDIN V 18599-8, Anhang A Tabelle A.1

Wie bei der Heizung eine Eigenschaft der Installation. Netztyp I „Steigestrangtyp" bindet ab dem Steigestrang an (typisch Mehrfamilienhaus), Netztyp II „Ebenentyp" ab der Verteilebene (typisch Ein-/Zweifamilienhaus), Netztyp III ist die dezentrale Versorgung. Beide sind Zeilen derselben Tabelle 10 — für dasselbe Gebäude liefern sie deutlich verschiedene Längen.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.5 (Typ II) und 3.4.5 (Typ I), alle Längen auf 0,00 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Wärmeverluste des RohrnetzesDIN V 18599-8, 6.2.1 · Gl. (13)/(14)/(18)
Q_w,d,i = U_i · L_i · (θ_w,av − θ_I) · d_op,mth · t_op,day / 1000

Je Rohrabschnitt aus Länge, U-Wert (Tabelle 8), mittlerer Rohrtemperatur und Betriebsdauer. Bei Zirkulation setzt sich der Verlust aus Pumpenbetrieb und Stillstand zusammen; im Stillstand gilt θ_w,av = 25·U^−0,2 und die halbe Länge der Zirkulationsleitungen. AUSGABENUNTERSCHIED: Die Netztemperatur mit Zirkulation ist von 50 auf 57,5 °C angehoben worden.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Mit der Temperatur der Fassung 2011 treffen alle zwölf Monatswerte auf 0,05 % — Längen, Zirkulationslaufzeit z und Gl. (13) sind damit unabhängig von der Temperaturfrage bestätigt
Ausgabe 2025-10unverändert
TrinkwarmwasserspeicherDIN V 18599-8, 6.3.1 · Gl. (25)–(38)

Bereitschaftsverlust nach Gl. (25)/(26), Speicherlage und Baujahr über Gl. (31)/(32). Beim bivalenten Solarspeicher folgen die Teilvolumina aus der Solar-Auslegung nach 6.4.3. AUSGABENUNTERSCHIED: Die mittlere Speichertemperatur ist von 50 auf 55 °C angehoben.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Rechenweg an den Fällen belegt; Zahlenwert ausgabenabhängig
Ausgabe 2025-10unverändert
Thermische SolaranlageDIN V 18599-8, 6.4.3

VERFAHRENSWECHSEL, kein Zahlenunterschied: Die Ausgabe 2018 rechnet stundenweise aus dem Testreferenzjahr (Gl. 52–59), die Fassung 2011 über monatliche Einstrahlung. Der Jahresertrag unterscheidet sich um rund 4 %, die Monatsverteilung deutlich. Prüfgröße ist deshalb der Jahres-Deckungsanteil. ANMERKUNG: Gl. (60) für die Kollektorfläche liegt im Auszug nur als Grafik vor; die rekonstruierte Form trägt beim EFH (56,3 gegen 55,0 %), beim MFH nicht mehr. Im Referenzgebäude wird sie umgangen, weil Anlage 1 die Fläche mit 0,04 · A_N vorgibt.

Status: vereinfacht — Fehler beziffertNachweis: Deckungsanteil im Band; Kollektorfläche beim MFH als offener Punkt geführt
Ausgabe 2025-10unverändert
Gleichung (88) — Druckfehler in der NormDIN V 18599-5, Gl. (88)
Q_sol = q_sol,mth · A_C / (e_sol,ce · e_sol,d)

Die Gleichung ist als SUMME gedruckt, gemeint ist ein PRODUKT. Nur so kürzen sich die Aufwandszahlen exakt gegen Gl. (60), in der sie im Zähler der Kollektorfläche stehen, und nur so deckt die Anlage im Auslegungsmonat genau den Tagesbedarf. Mit der gedruckten Summe bliebe rund die Hälfte des Ertrags unerklärt.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Die Korrektur brachte Fall 3.2.6 von 4 % auf 0,8 % an den Jahresertrag heran
Ausgabe 2025-10unverändert
Erzeugernutzwärme bei SolaranlageDIN V 18599-8, 6.4.12.2 i. V. m. Gl. (51)
Q*_w,outg = Q_w,outg − Q_w,sol

Der Solarertrag ist von der Erzeugernutzwärme abzuziehen, BEVOR Kessel, End- und Primärenergie gerechnet werden. Ohne diesen Schritt arbeitet der Kessel rechnerisch gegen einen Bedarf, den die Sonne längst gedeckt hat — in Fall 3.2.6 lagen dadurch zehn Größen daneben (Q_w,f um 22 %, Q_p um 11 %).

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Mit der Korrektur trifft die Primärenergie exakt
Ausgabe 2025-10unverändert
Dezentrale TrinkwassererwärmungDIN V 18599-8, 6.2.3

Keine zentralen Verteil- und Zirkulationsleitungen, nur Stichleitungen (L_SL = 0,09 · A_NGF), Gl. (13) mit z = 24 h/d und θ_w,av = 25·U^−0,2. Die Variante 20·U^−0,2 gilt nur für elektronisch geregelte Durchlauferhitzer, die direkt die Zapftemperatur liefern. Kein Speicher, und beim Elektro-Durchlauferhitzer kein Erzeugerverlust: Q_w,f = Q_w,b + Q_w,d.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fall 3.4.11, im ersten Anlauf auf 0,00 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Brennwert- gegen HeizwertbezugDIN V 18599-5/8 i. V. m. GModG Anlage 4
Q_p = Q_f / f_Hs/Hi · f_p

STOLPERSTELLE: Die Brennstoff-Endenergie aus den Teilen 5 und 8 ist auf den BRENNWERT H_s bezogen, die Primärenergiefaktoren dagegen auf den HEIZWERT H_i. Vor der Multiplikation ist durch f_Hs/Hi zu teilen: Erdgas 1,11 · Heizöl 1,06 · Pellets 1,08 · Fernwärme 1,0. Sichtbar wird es daran, dass Q_p/Q_f für Erdgas 1,1/1,11 = 0,99099 beträgt — ein Wert unter eins, der ohne die Umrechnung wie ein Fehler aussieht. Strom trägt keinen Brennwertbezug.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: An allen Fällen mit Brennstoff belegt
Ausgabe 2025-10unverändert

6 Referenzgebäude (GModG Anlage 1)

Das Referenzgebäude bestimmt die ANFORDERUNG: q_p,zul = 0,55 · q_p,ref, den Höchstwert für H'T und alle BEG-Effizienzhausstufen. Ein Fehler hier verschiebt jeden Nachweis, ohne dass am Ist-Gebäude etwas falsch aussieht.

Referenzausführung der HülleGModG Anlage 1, Tabelle 1
U_Wand 0,28 · U_Dach 0,20 · U_Boden 0,35 · U_Fenster 1,30 · U_Tür 1,80 W/(m²K) · g 0,60 · ΔU_WB 0,05

Geometrie und Flächen entsprechen dem Auslegungsgebäude; nur U-Werte und Anlagentechnik sind Referenzwerte. Die Bauteilwerte stimmen mit denen der Vergleichsfälle überein.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.8 / 3.4.8
Ausgabe 2025-10Referenzgebäude in den Anlagen 1/2 noch nicht neu gefasst
Dichtheit des ReferenzgebäudesDIN V 18599-2, Tabelle 7 Kategorie I b
n50 = 1,0 h⁻¹ · e = 0,07

Das Referenzgebäude HAT eine Abluftanlage — deshalb gilt Kategorie I b (Gebäude mit raumlufttechnischer Anlage) mit 1,0 h⁻¹, nicht die 2,0 h⁻¹ der Kategorie I a.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Fälle 3.2.3 / 3.2.8
Ausgabe 2025-10unverändert
Auslegungsstaffel 19 — n_nutz 0,55 h⁻¹Auslegungsfragen zur EnEV, Teil 19 (Fachkommission Bautechnik der Länder)
n_nutz,Referenz = 0,55 h⁻¹ · n_nutz,Ausführung = 0,45 h⁻¹

MASSGEBLICH FÜR DIE GENEHMIGUNGSFÄHIGKEIT: Die Fachkommission hat den nutzungsbedingten Mindestaußenluftwechsel der bedarfsgeführten Abluftanlage IM REFERENZGEBÄUDE von 0,45 auf 0,55 h⁻¹ angehoben, damit die Abluftanlage in der Endenergiebilanz gegenüber der Fensterlüftung gleichwertig bleibt. Für das AUSZUFÜHRENDE Gebäude bleiben 0,45 h⁻¹ zulässig — Referenz- und Ist-Gebäude tragen also unterschiedliche Werte, obwohl die Anlage gleich konfiguriert ist. Folge: der zulässige Primärenergiebedarf steigt um 6,8 % (EFH) bzw. 9,3 % (MFH).

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Nachtragsfälle 3.2.3a / 3.2.8a / 3.4.3a / 3.4.8a, alle im 1-%-Band
Ausgabe 2025-10unverändert
Lüftung des ReferenzgebäudesDIN V 18599-2, 6.3.1/6.3.2

Das Referenzgebäude hat nach Anlage 1 eine zentrale, bedarfsgeführte Abluftanlage. Der Lüftungskoeffizient folgt daher aus Infiltration und Fensterlüftung nach Norm — nicht aus einer Pauschale. Ebenso zählt die Ventilator-Hilfsenergie nach Teil 6 in die Endenergie des Referenzgebäudes.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: An den Referenzgebäude-Fällen belegt: H_V,inf und H_V,win auf 0,00 %, W_rv,fan auf 0,06 %
Ausgabe 2025-10unverändert
Anlagentechnik des ReferenzgebäudesDIN V 18599-5/8

NOCH NICHT SCHARF GESCHALTET. Die vollständige Kette nach den Teilen 5 und 8 ist gebaut und gegen die Referenzgebäude-Fälle geprüft, läuft im Nachweiswerkzeug aber noch nicht. Grund: Ist- und Referenzgebäude müssen denselben Rechenweg tragen. Vier Vereinfachungen wirken derzeit auf BEIDEN Seiten (fehlender Brennwertbezug, pauschaler Erzeugernutzungsgrad, feste Kesselnennleistung von 8 kW, feste Heizkreistemperatur von 31,5 °C) und kürzen sich im Verhältnis Q_P/Q_P,ref weitgehend heraus. Eine einseitige Umstellung nur des Referenzgebäudes würde das Verhältnis um rund 22 % verschieben, ohne dass sich an der Physik etwas ändert.

Status: vereinfacht — Fehler beziffertNachweis: Kette geprüft; Wirkung an 27 Gebäuden gemessen: EFH −8 bis +6 %, MFH −22 bis −35 %
Ausgabe 2025-10unverändert

7 Validierung — der Nachweis am Vergleichsdokument

Maßstab sind die veröffentlichten Vergleichsberechnungen der 18599 Gütegemeinschaft e. V. für den Wohnbau, nicht die Ergebnisse einer anderen Software. Gefordert ist Übereinstimmung auf 1 % je Einzelgröße — nicht nur im Jahresendwert.

Prüfumfang und ErgebnisVergleichsberechnungen Wohnbau, Hauptband + Nachtrag
34 Fälle · 998 Einzelgrößen · 0 außerhalb der Toleranz

Geprüft sind alle Fälle beider Prüfgebäude: Einfamilienhaus 3.2.1 bis 3.2.15 und Mehrfamilienhaus 3.4.1 bis 3.4.15, dazu die vier Nachtragsfälle zur Auslegungsstaffel 19. Die größte Einzelabweichung über alle Fälle beträgt 0,98 %, die typische 0,03 bis 0,06 %.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Reproduzierbar mit bash tests/pruefe-alles.sh
PrüfgrundsätzeMethodik

Drei Regeln bestimmen, was als geprüft gilt. ERSTENS: Kein Sollwert wird als Eingang zurückgeführt — wo eine Größe nicht selbst gerechnet werden kann, wird sie als Eingang deklariert und aus der Zählung genommen, statt mit dem Sollwert gefüttert und als Treffer gezählt zu werden. ZWEITENS: Offene Punkte werden getrennt ausgewiesen und nie grün gezählt. DRITTENS: Wo kein Sollwert taugt, wird eine physikalische Größe geprüft — etwa der Jahresnutzungsgrad des Erzeugers oder der solare Deckungsanteil gegen das Band, das die Anlage erreichen kann.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesen
Ausgabenunterschiede 2011-12 ↔ 2018-09Vergleichsdokument gegen geprüfte Fassung

Das Vergleichsdokument rechnet ausdrücklich „auf der Grundlage der EnEV 2014", also nach DIN V 18599:2011-12. Für Teil 2 ist das folgenlos (unter 0,3 %), für die Teile 5 und 8 nicht. Die Unterschiede sind je Stelle benannt: Bezugsdifferenz der Übergabe (konstant 20 K statt monatlich), Aufwandszahl der Heizungspumpe, TWW-Netztemperatur (50 → 57,5 °C), mittlere Speichertemperatur (50 → 55 °C), Bereitschaftsverlust q_P0,70 (0,0119 → 0,01406), Pelletkessel-Kennwerte und der Verfahrenswechsel beim Solarertrag. Das sind KEINE Rechenfehler.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesen
Im Vergleichsdokument gefundene FehlerBefunde der Nachrechnung

ZWEI STELLEN sind im Dokument nicht stimmig, und beide lassen sich aus dem Dokument selbst belegen. Erstens ein Druckfehler bei der Zeitkonstante in Fall 3.2.8a: dort steht τ = 37,751 h, das strukturgleiche 3.2.3a nennt bei identischer Hülle und Lüftung 35,751 h. Maßgeblich ist 35,751 h, denn die in 3.2.8a selbst abgedruckte Heizwärmebedarfsreihe ist damit gerechnet (Jahreswert auf 0,00 %; mit 37,751 h läge er 0,44 % daneben, im Juni 12,3 %). Zweitens Gl. (88) der 18599-5, die als Summe gedruckt ist, aber ein Produkt meint.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesen
Nicht selbst rechenbare GrößenGrenzen der verfügbaren Auszüge

Die verwendeten Norm-Auszüge geben einige Gleichungen nur als Grafik wieder. Betroffen sind: Anhang B.2 (maximale Heizlast — Näherung mit beziffertem Fehler von rund 1 % auf q_p), Anhang D.2 (Heizzeit — rekonstruiert, an 327 von 327 Monatswerten belegt), Gl. (60) der 18599-8 (Kollektorfläche), Gl. (101) (Nennleistung P_n), rund 20 der 51 Gleichungen des Anhangs B der 18599-5 (Wärmepumpen-BIN-Verfahren) sowie die Wohngebäude-Zeile der 18599-10 für Q_w,b. Jede Näherung ist mit ihrem Fehler beziffert, keine wird als geprüft gezählt.

Status: vereinfacht — Fehler beziffert

8 DIN V 18599:2018-09 ⇄ DIN TS 18599:2025-10

Die Nachfolgereihe ist angekündigt, aber vom Gebäudeenergiegesetz noch nicht in Bezug genommen. Das Werkzeug rechnet 2018-09 und bietet 2025-10 als Vergleichsrechnung an. Die folgenden Stellen ändern sich; alles Übrige ist nach Sichtung der Teile 2, 4, 5, 8 und 10 unverändert.

Saisonale FensterlüftungDIN TS 18599-2:2025-10, 6.3.2 · Gl. (76)–(78)
n_win,mth = n_win · f_win,seasonal · f_win,seasonal = 0,04 · θ_e + 0,8

DIE WICHTIGSTE ÄNDERUNG für Wohngebäude. Der Fensterluftwechsel wird monatlich abgemindert — im Winter wird weniger gelüftet als im Sommer. Wirkt NUR auf Lüftungswärmesenken und -quellen, NICHT auf die Zeitkonstante (dort bleibt f_win,seasonal = 1 nach 6.7.2). Für die Zerlegung des pauschalen H_V in Fenster- und Restanteil gilt: Anteil = (0,1 + Δn_win) / (0,1 + Δn_win + n_inf), bei Standardwerten rund 0,60. Bei mechanischer Lüftung wirkt saisonal nur der Mindest-Fensterluftwechsel von 0,1 h⁻¹. Effekt: q_h sinkt um wenige Prozent.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Umschaltung im Werkzeug geprüft; q_h-Effekt und bitgenaue Rückschaltung im Funktions-Wächter
η-Begrenzung im AusnutzungsgradDIN TS 18599-2:2025-10, 6.7.4
wenn (1 − η·γ) < 0,01 → η = 1/γ und Q_h,mth = 0

Numerische Begrenzung: Wenn Quellen und Senken sich fast aufheben, wird der Monatsbedarf auf null gesetzt statt einen instabilen Restbetrag auszuweisen. Betrifft die Übergangsmonate.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Nur im 2025-Pfad aktiv — die 2018-Ergebnisse bleiben unverändert
Neue Wärmebrücken-PauschaleDIN TS 18599-2:2025-10, 6.2.5
ΔU_WB = 0,03 W/(m²K)

NEU: 0,03 W/(m²K), wenn alle Anschlüsse die Kategorie B nach DIN 4108 Beiblatt 2 erfüllen. Bisher standen zur Wahl: 0,15 (Innendämmung mit einbindender Massivdecke), 0,10 (ohne Nachweis) und 0,05 (Gleichwertigkeitsnachweis). Der projektbezogene Weg über Anhang H (Σψ·l/A) bleibt. ACHTUNG: Das GModG-Referenzgebäude rechnet unverändert mit 0,10.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesen
Temperatur-Korrekturfaktor für niedrig beheizte RäumeDIN TS 18599-2:2025-10, Tabelle 5
F_nb = 0,35

NEU: eigener Faktor für Bauteile gegen niedrig beheizte Räume (12–19 °C), etwa ein Treppenhaus. Bisher musste man zwischen unbeheizt und beheizt wählen.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesen
Was unverändert bleibtSichtung 06.08.2026

Nach vollständiger Sichtung unverändert: Teil 10 (Nutzungsprofile A.1–A.41, TWW-Kennwerte Tabelle 7, Klimadaten Anhang E — Werte identisch), Teil 4 und Teil 5 (Rohtabellen), die Anlagentechnik der Teile 5/6/8/9. Damit betreffen die Änderungen der Reihe 2025 im Wohnbau praktisch nur Teil 2.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesenNachweis: Alle sechs Pflichtmodule haben ihren 2025-Satz gemeldet
Rechtliche EinordnungGModG-Bezug

Das Gebäudeenergiegesetz nimmt weiterhin die Ausgabe 2018-09 in Bezug. Ein Nachweis nach 2025-10 ist damit derzeit KEINE zulässige Nachweisführung, sondern eine Vergleichsrechnung. Das Werkzeug weist den gerechneten Stand im Ausdruck aus und blendet bei 2025-10 einen entsprechenden Hinweis ein.

Status: nach Norm gerechnet und nachgewiesen
Dipl.-Ing. Rolf Krause

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